Der feministische Porno hat Konjunktur, Sexblogs und -magazine beschäftigen sich mit weiblicher Lust und machen sie sichtbarer. Das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass Sexualität im Alltag und in der Kunst nach wie vor vornehmlich aus der männlichen Perspektive betrachtet wird. Frauen sind Objekte männlicher Begierden, eine selbstbestimmte aktive weibliche Sexualität wird kaum abgebildet. Diese Zuschreibungen werden keiner Sexualität gerecht. Umso wichtiger ist der derzeit spürbare Aufbruch, die Befreiung von Scham und die sexuelle Selbstermächtigung von Frauen. Wir brauchen neue Narrative und Bilder für eine gleichberechtige Sexualität.

Die Autorinnen Doris Anselm und Leona Stahlmann, Kulturwissenschaftlerin Madita Oeming und Musikerin Karma She erzählen lustvoll, poetisch und explizit von Sex. Mit der Literaturredakteurin Anne-Dore Krohn (RBB Kultur) sprechen sie über weibliche Lust und sexuelle Selbstbestimmung, gesellschaftliche Machtverhältnisse, tradierte und neue Erzählweisen von Körper und Sexualität.

Doris Anselm findet in ihrem Roman „Hautfreundin“ (Luchterhand Verlag) eine klare, explizite und zugleich zärtliche eigene Sprache für eine positive und gleichberechtigte Sexualität. Leona Stahlmann erzählt in ihrem gerade erschienenen Debütroman „Der Defekt“ (Kein& Aber) kraftvoll und sinnlich von Schmerz, Lust und dem Aufwachsen mit einer von der Norm abweichenden Sexualität. Madita Oeming ist Kulturwissenschaftlerin an der Universität Paderborn und forscht zu Feminismus und Pornos. Die Musikerin und Performerin KARMA SHE verführt mit Bässen und Elektronik, Kostüm und Video, Choreographie und Ritual, Sexualität und Humor.

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Künstlerische Leitung des Abends: Jutta Büchter

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